Laptop wird heiß, der Lüfter dröhnt, der Akku hält nicht mehr
Warum ein Laptop heiß wird
Im Inneren sitzt ein kleiner Lüfter, der Luft durch feine Kühlrippen zieht. Über die Jahre setzt sich dort Staub fest — und zwar genau an der engsten Stelle. Der Lüfter dreht dann dauerhaft hoch, kühlt aber immer schlechter. Wird es zu heiß, drosselt der Rechner sich selbst: Er wird spürbar langsam, und im Extremfall schaltet er ohne Vorwarnung ab.
Das ist der mit Abstand häufigste Grund für einen Laptop, der „auf einmal so langsam geworden" ist.
Was Sie selbst tun können
- Lüftungsschlitze freihalten. Ein Laptop auf Decke, Kissen oder Sofa bekommt keine Luft. Eine feste, ebene Unterlage macht einen deutlichen Unterschied.
- Von außen absaugen oder ausblasen. Mit Druckluft aus der Dose in kurzen Stößen und nur von außen in die Schlitze. Den Lüfter dabei nicht hochdrehen lassen — er kann Schaden nehmen, wenn er sich zu schnell dreht.
- Nachsehen, was Last erzeugt. Strg + Umschalt + Esc öffnet den Task-Manager. Steht unter „CPU" dauerhaft ein Programm bei hohen Werten, ist nicht die Kühlung schuld, sondern dieses Programm.
- Energiemodus prüfen. Einstellungen → System → Netzbetrieb und Akku → Energiemodus. „Ausbalanciert" statt „Beste Leistung" senkt Hitze und Lüfterlärm merklich.
Wenn das nicht reicht
Sitzt der Staub im Kühlkörper fest, hilft nur Öffnen und Reinigen. Bei Geräten, die älter als fünf Jahre sind, ist meist auch die Wärmeleitpaste ausgetrocknet — dann bringt allein das Absaugen wenig. Beides zusammen ist ein Fall für eine Fachwerkstatt und bringt oft erstaunlich viel: Geräte, die als „zu langsam" abgeschrieben waren, laufen danach wieder normal.
Der Akku hält nicht mehr durch
Akkus verschleißen, das ist normal — nach drei bis vier Jahren ist deutlich weniger Kapazität übrig als am Anfang. So sehen Sie den Zustand nach:
- In die Windows-Suche
cmdeingeben, auf „Eingabeaufforderung" rechtsklicken und „Als Administrator ausführen" wählen. - Eingeben:
powercfg /batteryreport - Windows nennt den Speicherort der erzeugten Datei. Diese im Browser öffnen.
- Interessant sind zwei Werte: Design Capacity (Kapazität ab Werk) und Full Charge Capacity (heute erreichbare Kapazität). Liegt der zweite Wert unter der Hälfte des ersten, ist der Akku am Ende seiner Lebenszeit.
Ob sich ein Tausch lohnt, hängt vom Gerät ab — bei manchen Modellen ist der Akku verklebt, bei anderen in fünf Minuten gewechselt.
Warnzeichen: hier bitte nichts mehr selbst versuchen
- Das Gehäuse wölbt sich oder das Touchpad lässt sich nicht mehr drücken — ein aufgeblähter Akku. Gerät vom Strom nehmen, nicht weiter laden und zeitnah in einer Werkstatt vorbeibringen.
- Brandgeruch oder sichtbare Verfärbungen.
- Der Rechner schaltet sich nach wenigen Minuten immer wieder ab.
- Schleifende oder rasselnde Geräusche aus dem Lüfterbereich.
Häufige Fragen
Warum wird mein Laptop so heiß und der Lüfter so laut?
Über die Jahre setzt sich Staub an der engsten Stelle der Kühlrippen fest. Der Lüfter dreht dann dauerhaft hoch, kühlt aber immer schlechter. Wird es zu heiß, drosselt sich der Rechner selbst und wird spürbar langsam. Das ist der mit Abstand häufigste Grund für einen Laptop, der auf einmal so langsam geworden ist.
Wie finde ich heraus, ob mein Akku noch gut ist?
Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator und geben Sie powercfg /batteryreport ein. Windows nennt den Speicherort der erzeugten Datei, die Sie im Browser öffnen. Vergleichen Sie dort die Design Capacity mit der Full Charge Capacity: Liegt der zweite Wert unter der Hälfte des ersten, ist der Akku am Ende seiner Lebenszeit.
Das Gehäuse meines Laptops wölbt sich — ist das gefährlich?
Ja. Ein sich wölbendes Gehäuse oder ein Touchpad, das sich nicht mehr drücken lässt, deutet auf einen aufgeblähten Akku hin. Nehmen Sie das Gerät vom Strom, laden Sie es nicht weiter und bringen Sie es zeitnah in einer Werkstatt vorbei. Dasselbe gilt bei Brandgeruch oder sichtbaren Verfärbungen.