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E-Mails kommen nicht an oder lassen sich nicht senden

Zuerst eingrenzen

Der wichtigste Test: Melden Sie sich einmal direkt beim Anbieter im Browser an (etwa bei web.de, gmx.de, t-online.de, gmail.com). Funktioniert es dort, liegt das Problem am Programm auf Ihrem Gerät — nicht am Postfach.

Es lässt sich nichts mehr senden

Die häufigsten Ursachen, in dieser Reihenfolge:

  1. Postausgangsserver falsch oder Passwort geändert. Viele Anbieter verlangen die Anmeldung auch beim Senden. Im Programm bei den Kontoeinstellungen prüfen, ob beim Postausgangsserver dieselben Zugangsdaten hinterlegt sind wie beim Empfang.
  2. Die Mail hängt im Postausgang und blockiert alles. Diese eine Nachricht löschen und erneut schreiben — oft ist ein zu großer Anhang schuld.
  3. Anhang zu groß. Über 20 MB lehnen die meisten Anbieter ab. Große Dateien besser über einen Freigabelink verschicken.
  4. Der Anbieter hat das Konto vorübergehend gesperrt, weil zu viele Nachrichten auf einmal verschickt wurden oder ein fremder Zugriff auffiel.

Es kommt nichts mehr an

  1. Postfach voll. Der häufigste Fall bei Freimail-Konten. Im Browser beim Anbieter anmelden und den Papierkorb sowie den Spam-Ordner leeren — die zählen mit.
  2. Der Spam-Ordner hat sie einsortiert. Immer zuerst dort nachsehen.
  3. Eine Filterregel schiebt sie weg. In den Einstellungen des Programms nach Regeln oder Filtern suchen, die versehentlich alles verschieben.
  4. POP3 statt IMAP eingerichtet. Bei POP3 holt das erste Gerät die Nachrichten ab und löscht sie auf dem Server — auf dem zweiten Gerät kommen sie dann nie an. IMAP ist heute fast immer die richtige Wahl.

Auf einem neuen Gerät einrichten

  1. Halten Sie E-Mail-Adresse und Passwort bereit. Das Passwort steht nirgends im alten Programm im Klartext — wenn es fehlt, muss es beim Anbieter neu gesetzt werden.
  2. Die meisten Programme finden die Servereinstellungen automatisch, wenn Sie nur die Adresse eingeben.
  3. Klappt das nicht, brauchen Sie vier Angaben vom Anbieter: Posteingangsserver, Postausgangsserver, Verschlüsselung (SSL/TLS) und die Anmeldedaten. Diese stehen auf der Hilfeseite Ihres Anbieters.
  4. IMAP wählen, nicht POP3, wenn Sie die Mails auf mehreren Geräten lesen.

Passwort vergessen

Nur über die offizielle Wiederherstellung beim Anbieter selbst. Öffnen Sie dazu die Seite des Anbieters direkt im Browser — niemals über einen Link aus einer E-Mail, das ist der klassische Betrugsweg.