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Daten sichern und auf einen neuen Rechner umziehen

Warum das der wichtigste Punkt überhaupt ist

Eine Festplatte kann von einem Tag auf den anderen ausfallen, ohne Vorwarnung. Bilder, Dokumente und E-Mails sind dann weg — Datenrettung ist teuer und gelingt nicht immer. Eine Sicherung kostet eine halbe Stunde und eine externe Platte.

Die Regel, die sich bewährt hat: zwei Kopien auf zwei verschiedenen Datenträgern, davon eine außer Haus oder wenigstens abgezogen im Schrank.

Was gesichert werden muss

Diese vier Ordner decken bei den meisten Menschen fast alles ab:

Vier Dinge, die dabei regelmäßig vergessen werden:

  1. E-Mails, wenn sie nur lokal im Programm liegen (bei POP3-Konten).
  2. Browser-Lesezeichen und gespeicherte Passwörter — über die Anmeldung im Browser-Konto oder als Export in eine Datei.
  3. Programmdaten: Steuersoftware, Buchhaltung, Musik- oder Bildbearbeitung legen ihre Dateien oft an einem eigenen Ort ab.
  4. Lizenzschlüssel gekaufter Programme.

So sichern Sie auf eine externe Platte

  1. Externe Festplatte oder großen USB-Stick anschließen.
  2. Windows-Taste + E öffnet den Explorer. Links unter „Dieser PC" die vier Ordner nacheinander mit Rechtsklick kopieren und auf der externen Platte einfügen.
  3. Nach dem Kopieren stichprobenartig eine Datei von der externen Platte öffnen — nur so wissen Sie, dass die Sicherung wirklich brauchbar ist.
  4. Platte abziehen und wegräumen. Eine dauerhaft angesteckte Platte wird bei einem Verschlüsselungstrojaner mitverschlüsselt und nützt dann nichts.

Automatisch sichern mit Bordmitteln

Windows bringt den Dateiversionsverlauf mit:

  1. Einstellungen → System → Speicher → Erweiterte Speichereinstellungen → Sicherungsoptionen
  2. Laufwerk hinzufügen und die externe Platte auswählen
  3. Unter „Weitere Optionen" festlegen, wie oft gesichert wird

Das ersetzt keine abgezogene Kopie, hilft aber gegen versehentlich gelöschte Dateien.

Umzug auf einen neuen Rechner

Der Reihe nach, damit nichts fehlt:

  1. Auf dem alten Gerät alles sichern (siehe oben).
  2. Notieren, welche Programme Sie tatsächlich benutzen — erfahrungsgemäß sind das deutlich weniger, als installiert sind.
  3. E-Mail-Zugangsdaten heraussuchen. Das Passwort steht im alten Programm nicht im Klartext; ohne Zugangsdaten muss es beim Anbieter neu gesetzt werden.
  4. Auf dem neuen Gerät zuerst alle Windows-Updates einspielen.
  5. Programme neu installieren — immer von der Herstellerseite, nie aus Suchmaschinen-Anzeigen.
  6. Erst dann die Daten zurückkopieren.
  7. Das alte Gerät noch nicht löschen. Warten Sie zwei bis drei Wochen, bis sicher ist, dass nichts fehlt.

Was ein Cloud-Speicher leistet und was nicht

Ein Cloud-Ordner gleicht ab — löschen Sie etwas versehentlich, ist es unter Umständen auch dort weg. Als bequeme Zweitkopie ist er gut, als einzige Sicherung reicht er nicht.